Tag 18: Meer und rosa Vögel

Heute fehlen mir die Worte. Nach einer Fahrt, die mehr als nur die Nerven kitzelte, landeten wir endlich im Parc Natural del Delta de l’Ebre. Für uns lag der Reiz eigentlich nur darin, dass wir kilometerlang auf einem Sandstrand fahren konnten und rechts und links MEER. Ja das war schön…und wir hatten einen unglaublichen Tag am Strand. Übernachten darf man dort nicht und da wir nachts eh die Augen schließen, machten wir uns auf dem Weg zu einem nahe gelegenen Stellplatz. Was für ein Glück. Denn gerade auf der Straße angekommen, hörte ich mich brüllen: FLAMINGOS. Hatte ich das wirklich gesagt? Ja….nach einem exakten Blick war klar: Es sind Flamingos. Erwachsene und Kinder. Jetzt lasse ich mal Bilder sprechen. Der Sonnenuntergang war übrigens auch nicht schlecht…..

Tag 17: Berg oder Meer?

Es kristallisiert sich heraus, dass die wichtigste Frage des Tages lautet: Berg oder Meer?

Gar nicht so leicht eine Einigung zu erzielen. Glücklicherweise bin ich für die Routenplanung zuständig. Heute war aber Einstimmigkeit gegeben: BERGE. So fuhren wir eine Strecke, die sich abenteuerlicher gestaltete als die gestrige Küstenstraße. Mir ist noch immer flau im Magen. Irgendwann kamen wir auf 600 m an und stehen in einem wunderschönen kleinen Bergdorf, trinken einen Wein der ansässigen Kellerei und warten auf den Meteoritenschauer.

Als ich vor einigen Tagen eine Sternschnuppe sah, fragte ich, ob ich jetzt etwas wünschen muss. Ich habe keine Wünsche mehr. Ich bin wunschlos glücklich. Daher verschenke ich die Sternschnuppe. Jeder der das liest, darf einen Wunsch äußern.

Sehr auffällig ist, dass wir von einem Anflug von Demenz heimgesucht werden. Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, welcher Wochentag heute ist. Ebensowenig welches Datum wir haben. Uhrzeit existiert ebenfalls nicht mehr. Es gibt nur noch Sonnenaufgang und -untergang. Klar könnten wir nachschauen oder rechnen. Aber was nützt es uns, diese Daten zu wissen? Nichts. Wir essen, wenn wir hungrig sind und schlafen, wenn wir müde sind.  Ich bin jedoch froh, dass ich meine Tagebucheinträge mit Tag XY kennzeichne, so wissen wir wenigstens, wie lange wir schon unterwegs sind.

Mateo ist  noch wach, denn auch er wartet auf die „Orioniden“. Naja, besser als auf Hämorrhoiden.

Wohin es uns morgen treibt? Vermutlich ans Meer, aber das liegt ja letztendlich in meiner Hand und was ich dem Navi ins Ohr flüstere. Psst, verratet es dem Frank nicht.

Tag 15: faul, fauler, am faulsten

Angenehm faul waren wir. In Anbetracht des hervorragenden Wetters an unserem Standort und des Unwetters weiter südlich sind wir kein Stück gefahren. Stattdessen eine ausgiebige Radtour  (die Fahrräder müssen doch ihre Legitimation bekommen) unternommen und den Rest des Tages wie üblich am Strand und Meer verbracht. Dabei festgestellt, dass das nicht Urlaub ist, sondern MEIN LEBEN.

Die Menschen suchen das Paradies und sehen gar nicht, dass die Erde DAS Paradies ist.

Nachdem mich eine Qualle am Fuß verbrannt hat, kam Frank spontan auf die Idee, dass es helfen würde mir auf den Fuß zu pinkeln. Ich habe darauf verzichtet und meinen Fuß stattdessen noch eine zeitlang im Meerwasser gebadet. Half auch.

Unsere Aufgabe für morgen: Eine Waschmaschine suchen und finden und benutzen.

Achja, der Sonnenaufgang über der Bucht war natürlich der Kracher.

Das Fieber der Seele

Begleitet von einer starken inneren Unruhe legt es sich 2015 Jahren wie ein Nebel um meinem Körper, den Geist und die Seele. Ich kann es nicht deuten, spüre jedoch den Wunsch nach Veränderung. Es kommt die Zeit, in der ich mich dem Sturm in mir widme und ich höre meine Seele schreien. Sie brüllt mich regelrecht an.

Ich schenke der Stimme in mir Gehör und beschließe Anfang 2016 ihr uneingeschränkt zu folgen. Bald darauf wird mir die Kraft meiner inneren Stimme bewusst und mein persönliches Wachstum beginnt. Ich wachse über meine bisherigen Grenzen hinaus. Ich vertraue blind meiner Intuition und mache meine ersten Schritte auf meinem Herzensweg.

Auf diesen Seiten halte ich meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse fest. Mal regelmäßig, mal sporadisch.

Mein Weg ist eine Reise mit dem Wohnmobil. Start: 4.10.2017. Ziel unbekannt, Zeitdauer unbekannt.