3 Tage….

 

Noch 3 X aufwachen….

Das Wohnmobil ist fertig gepackt, ich müsste nur einsteigen. Letzten Donnerstag habe ich mir „auf den letzten Drücker“ noch einen Gastank einbauen lassen. Die Gasflaschen sind in jedem Land, wirklich jedem Land anders und so kann ich an jeder LPG tanken und werde keine Nacht frieren 😉 Wobei mittlerweile sowieso feststeht: Sobald ich einen dicken Pullover brauche, fahre ich bis T-Shirt-Wetter ist.

Es gibt einen Luxus, den ich wirklich vermissen werde. Unser großes 3m x 2 m Familienbett. Wir können uns zusammenkuscheln oder uns Raum nehmen. Das ist ab Mittwoch nicht mehr möglich. Kuschelig wird es auf jeden Fall, nur der Abstand  wird schwer zu realisieren sein. Doch auch dafür wird sich eine Lösung finden.

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf den Weihnachtsmann. Meine Wahrnehmung hat sich in den letzten Tagen stark verändert. Ich distanziere mich von Menschen, die Traurigkeit und Verzweiflung signalisieren, ebenso grenze ich mich zu Menschen ab, die täglich ihr Hamsterrad in Gang setzen. Ich wende mich Menschen zu, die Lebensfreude und Neugierde ausstrahlen. Menschen, die leuchten.

Gleichzeitig bin ich sehr nach innen gekehrt, achte auf mich und folge noch stärker meinem Bauchgefühl als bisher. Ich lasse mich treiben. Eine tiefes Vertrauen in die Welt und eine große Zuversicht begleitet mich. Ich bin tiefenentspannt und könnte vor Glück die ganze Welt umarmen.

 

 

 

Ängste und die totale Sonnenfinsternis

In der letzten Woche tauchten regelmäßig Ängste und Zweifel auf. Die Ängste beziehen sich ausschließlich auf die Ungewissheit, die mich erwartet.

Was ist, wenn….ich krank werde….keinen Stellplatz finde…..die GNR mich vertreibt….das Solarpanel nicht lädt…..die Gasflaschen nicht passen und ich friere…..ins Wohnmobil eingebrochen wird….ich mich heimatlos fühle….ich eine Autopanne habe…..ich mit englisch, französisch und spanisch nicht weiterkomme….

Die Zweifel betreffen überwiegend meine „großen“ Kinder. Werden sie ohne mich zurechtkommen? Was ist, wenn sie mich brauchen? Reicht telefonieren und skypen, um unsere sehr gute Beziehung aufrechtzuerhalten?

Aber auch um Johnny, mein Seelenpferd, kreisen die Gedanken. Wird er gut versorgt sein? Wird er nach mir suchen? Wird er mich wiedererkennen? Was ist, wenn ihm etwas zustößt und ich ihn nicht wiedersehe?

Manchmal erwischen mich die Sorgen um alle diese Dinge sehr kalt und ich zweifle meine Entscheidung an. Innerlich spüre ich jedoch, dass es kein Zurück gibt, dass ich fahren „muss“, dass meine Neugierde auf die Welt viel zu groß ist, um jetzt einen Rückzieher zu machen. Ich versuche an den Ängsten und Zweifeln zu arbeiten und sie aus dem Weg zu räumen. Unverhofft kommt mir heute Facebook zu Hilfe. Weiterlesen